MODUL 1

ERWACHSENENBILDUNG UND DAS ENGAGEMENT VON ÄLTEREN MENSCHEN

Wie trägt die Bildung älterer Erwachsener zur aktiven Bürgerschaft und zur Teilhabe älterer Menschen an der Gesellschaft bei? Inwieweit hilft sie ihnen, sich ihrer Rechte bewusst zu werden und sich für soziale Gerechtigkeit zu engagieren?

Einleitung

Bei der Bildung älterer Erwachsener geht es darum, disziplinäres Wissen in Kombination mit Erfahrungswissen zu vermitteln, das sowohl von den Lernenden als auch von den Lehrenden eingebracht wird. Es geht auch darum, neues Wissen zu fördern. Aber nicht nur das! Die Bildung älterer Menschen, die oftmals wegen ihres Alters an den Rand der Gesellschaft gedrängt werden, soll Lernende dazu befähigen, aktive, teilnehmende und mitwirkende Bürger*innen zu werden. Nur engagierte ältere Erwachsene werden zu Rechteinhabern, die mehr soziale Gerechtigkeit wahrnehmen und fördern.

 

Das Modul in Kürze

Das Modul besteht aus drei Einheiten, gefolgt von Überprüfen Sie Ihr Verständnis und Referenzen.

Einheit 1: Ältere Erwachsene und die Bedeutung ihres sozialen Engagements

Einheit 2: Beitrag der Erwachsenenbildung zur sozialen Teilhabe und zum Engagement von Frauen

Einheit 3: Rechte im Alter wahrnehmen

Überprüfen Sie Ihr Verständnis: Sind die folgenden Aussagen richtig oder falsch? 

Referenzen

Einheit 1. Ältere Erwachsene und die Bedeutung ihres sozialen Engagements

 

Die Lebenserwartung in der ganzen Welt ist in den letzten Jahrhunderten gestiegen. Dies ist vor allem den wissenschaftlichen und medizinischen Entwicklungen zu verdanken, die es ermöglichen, dass Menschen auch ins hohe Alter gesund bleiben. So eröffnen sich für viele Menschen neue Möglichkeiten im späteren Lebensabschnitt. ‚Alter‘ als Begriff ist schwer zu definieren: Laut der Weltgesundheitsorganisation bezieht sich der Begriff heutzutage meist auf Menschen über 65 Jahre, obwohl es Länder gibt, in denen diese Schwelle niedriger ist, zum Beispiel in Australien (50; OFTA, 2019) oder einigen afrikanischen Ländern (55; Sagner, Kowal, Dowd, 2002).

 

Trotz der unterschiedlichen Zahlen, die es definieren, stellt das Alter für alle Menschen die letzte Phase des Lebenszyklus dar. Es ist—oft, nicht immer—gekennzeichnet durch eingeschränktere Mobilität und eine erhöhte Anfälligkeit für Krankheiten, Verletzungen und Gebrechen im Vergleich zu jüngeren Erwachsenen (WHO, 2011). Im Alter gibt es aber außerdem viele Veränderungen in Bezug auf familiäre und soziale Netzwerke, das Arbeitsleben, Lernmöglichkeiten und Freizeit (WHO, 2011; OFTA, 2019). 

 

Ältere Menschen sind oft mit altersbezogenen Stereotypen konfrontiert, d. h. mit vereinfachten und übertriebenen Vorstellungen über ältere und alte Menschen, die positiv oder negativ sein können. Stereotype verzerren jedoch die Realität und lassen die Besonderheiten des oder der Einzelnen außer Acht. Diese Stereotype verhindern oft das Engagement älterer Menschen in ihrer Gemeinschaft und in ihrem persönlichen Leben. Sie haben sicher all dies schon einmal gehört: ältere Menschen seien im Vergleich zu jüngeren Erwachsenen weniger produktiv; sie könnten aufgrund ihrer alten Lernmuster nicht gut lernen; dass sie weise, aber vergesslich seien (OFTA, 2019). Einige ältere Menschen sind vielleicht vergesslich, aber sicherlich nicht alle! Doch die Verinnerlichung dieses Vorurteils mag viele ältere Menschen daran hindern, sich zu engagieren oder es bietet sich ihnen gar nicht erst die Chance, weil dieses Vorurteil von außen an sie herangetragen wird.

 

Warum ist das Engagement der älteren Erwachsenen so wichtig? Ältere Menschen sind Expert*innen, die über ein soziales und kulturelles Kapital verfügen, das für die Gemeinschaft wichtig ist und nicht verloren gehen darf. Werfen wir einen Blick auf die Vorteile des Engagements älterer Menschen (OFTA, 2019):

 

Vorteile für die Älteren

  • Wertschätzung
  • steigendes Selbstvertrauen und höhere Lebensfreude
  • positiver Einfluss auf die Gesundheit und gesteigertes Wohlbefinden
  • mehr Möglichkeiten, Ideen und Bedürfnisse zu äußern
  • Einflussmöglichkeiten
  • stärkeres Vertrauen in staatlichen Institutionen
  • Erfolgserlebnisse
  • aktive Beteiligung an der Zerstreuung von Alters-Stereotypen

Vorteile für staatliche Institutionen:

  • sie profitieren von den vielfältigen Kenntnissen und Erfahrungen der älteren Menschen
  • sie gewinnen ein besseres Verständnis für eine stetig wachsende Verbraucher*innen-Gruppe
  • sie profitieren von den Erfahrungen älterer Menschen im Bereich des sozialen Engagements
  • sie werden vertrauenswürdiger, wenn sie auf die Ideen der Gemeinschaft eingehen
  • sie können neue Konzepte des Alterns voranbringen

Vorteile für die Gemeinschaft:

  • sie lernt von dem Wissen und der Erfahrung älterer Menschen
  • sinnvolle Nutzung von Hilfsbereitschaft, Arbeitskraft und Netzwerken älterer Menschen 
  • Entwicklung von generationsübergreifenden Gemeinschaften
  • Entwicklung eines stärkeren Zusammenhalts durch die Nutzung von Sozialkapital und die Förderung der Entscheidungsfähigkeit

Einheit 2. Beitrag der Erwachsenenbildung zur sozialen Teilhabe und zum Engagement von Frauen

 

Trotz der Fortschritte, die im Laufe der Jahre auf dem Weg zur Gleichstellung gemacht wurden, gelten Frauen oftmals immer noch als ‚das schwächere Geschlecht‘. Wie ältere Menschen im Allgemeinen, sind Frauen ihr Leben lang einer Reihe von Vorurteilen ausgesetzt, die sie häufig daran hindern, sich gesellschaftlich und politisch voll zu engagieren. Je stärker diese Vorurteile und Stereotypen miteinander verwoben sind, desto schwieriger wird aktive soziale Teilhabe für ältere Frauen.

 

Soziale Teilhabe ist definiert als die aktive Beteiligung einer Person am politischen, sozialen, ökonomischen und kulturellen Leben. Sie beinhaltet die Interaktion mit Mitgliedern der Gesellschaft außerhalb des häuslichen oder familiären Umfelds. Soziale Teilhabe basiert auf sozialen Beziehungen und bedeutet, persönliche Ressourcen und persönliches Potential entwickeln zu können und mit anderen zu teilen. Je nach der Art der geteilten persönlichen Ressourcen kann es drei Arten der sozialen Teilhabe geben 

 

  • gemeinschaftliche/kollektive soziale Teilhabe: Zeit und Aktivitäten gemeinsam erleben und gestalten 
  • produktive soziale Teilhabe: Bereitstellung von Dienstleistungen, Produkten, Zeit oder bestimmten Fähigkeiten und Kompetenzen
  • Politische soziale Teilhabe oder sozialer Aktivismus: Beteiligung und Entscheidungsprozessen in einer Gruppe, Teilen von Ressourcen wie Zeit, Fähigkeiten, Wissen und Kompetenzen, politisches Engagement

(Aroogh, Shahboulaghi, 2020)

Soziale und staatsbürgerliche Kompetenz sind für jeden Menschen in der Wissensgesellschaft 

von grundlegender Bedeutung und kommen in der Fähigkeit zum Ausdruck, effektiv und konstruktiv am gesellschaftlichen und beruflichen Leben teilzunehmen und sich aktiv in einer zunehmend vielfältigen Gesellschaft zu engagieren. Es stellt sich also die Frage: Wie können wir Frauen im Allgemeinen und insbesondere ältere Frauen zur gesellschaftlichen und politischen Teilhabe anregen? Forschungsergebnisse aus mehreren Fallstudien deuten darauf hin, dass Erwachsenenbildungsprogramme eine Schlüsselrolle dabei spielen können, wie erwachsene Lernende, ob jung oder älter, ob männlich oder weiblich, aktive gesellschaftliche Teilhabe verstehen und erleben (Brand, Schmidt-Behlau, 2019). Der Schlüssel für die Einbindung von Frauen, einschließlich älterer Frauen, in die soziale Teilhabe und aktive Bürgerschaft liegt also darin, sie in folgenden Punkten zu bestärken:

 

  • ihre eigenen Ressourcen zu erkennen und nutzbar zu machen
  • für ihre Überzeugungen zu handeln
  • sich Gehör zu verschaffen und ihre Meinung zu vertreten
  • die Grundsätze der Zivilgesellschaft und des sozialen Wandels zu verstehen 
  • ihre individuelle Motivation für eine Sache zu finden

 

Um all diese Ziele zu erreichen, sollten Programme der Erwachsenenbildung –d.h. alle Formen des Lernens, die von erwachsenen Menschen in Anspruch genommen werden—die darauf abzielen, die soziale Teilhabe und Engagement zu fördern, auf drei Schlüsseldimensionen ausgerichtet sein (DGR-EC, 2003):

  • Kapazität: Entwicklung von Selbstwirksamkeitsgefühl, der Kompetenz und der Fähigkeit, Veränderungen zu bewirken
  • Verantwortung: Verantwortung für ein soziales Problem übernehmen, auf eine Herausforderung reagieren und diese bewältigen
  • Identität: Bildung einer persönlichen Identität, Entwicklung von Überzeugungen, Meinungen, Ideen, Verbindungen zwischen sich selbst und anderen Menschen erkennen

In dieser Hinsicht haben Programme der Erwachsenenbildung das Potenzial, das Bewusstsein zu schärfen, Wissen zu strukturieren, Einstellungen zu formen, persönliche Ressourcen zu fördern und gemeinschaftliche und staatsbürgerliche Kompetenzen auszubilden. All dies ist unabdingbar, um gesellschaftlich und gemeinschaftlich aktive Frauen und ältere Menschen zu fördern.

Einheit 3. Rechte im Alter wahrnehmen

 

Jeder Mensch hat Rechte und natürlich werden diese Rechte mit zunehmendem Alter nicht weniger. Im Gegenteil, auf einigen politischen Ebenen ist man der Meinung, dass ältere Erwachsene in bestimmten Bereichen mehr Rechte haben sollten als jüngere. In diesem Zusammenhang diskutieren die Vereinten Nationen seit Jahrzehnten über ein Übereinkommen über die Rechte älterer Menschen, das jedoch bisher noch nicht verabschiedet wurde.

 

Die Rechte älterer Menschen kollidieren häufig mit altersbedingten Stereotypen. Ältere Menschen werden beispielsweise meist als finanzielle Belastung für die jüngeren Generationen angesehen, was in Fällen, in denen der Staat unzureichend handelt, durchaus zutreffen kann. Wenn Menschen jedoch auch im Alter weiterhin einer bezahlten Arbeit nachgehen können, wenn sie es wollen, wenn sie über eine Rente oder Ersparnisse verfügen, unterstützen sie oftmals jüngere Angehörige, indem sie, zum Beispiel, für Spielzeug, Kleidung oder Freizeit der Enkelkinder aufkommen oder bei der Zahlung von Hypotheken oder der Abzahlung des Autos helfen. Anstatt die Abhängigkeit von den Sozialsystemen zu fördern, könnten sich die politischen Entscheidungsträger*innen darauf konzentrieren, älteren Menschen Aktivität und Selbstbestimmung zu ermöglichen. 

 

Zu den essentiellen Rechten gehören: das Recht auf Teilhabe; das Recht, seine Meinung zu äußern; das Recht, Entscheidungen zu treffen und bei der Entscheidungsfindung der Regierung mitzureden (OFTA, 2019). Alle Menschen, auch die älteren, verfügen über persönliche Ressourcen—Zeit, Fähigkeiten, Kompetenzen, Wissen, usw. —die in der Gemeinschaft sinnvoll eingesetzt werden können. Jeder ältere Mensch kann seinen eigenen Platz im sozialen System finden, und zwar auf eine Art und Weise, die für die anderen Generationen nicht zur Last wird, sondern einen Mehrwert darstellt. Die Förderung der gemeinschaftlichen, produktiven und politischen Teilhabe an der Gesellschaft ist ein nachhaltiger Weg, um die älteren Erwachsenen von ihren Rechten profitieren zu lassen und darüber hinaus die jüngeren Generationen zu „entlasten“. Ein partnerschaftlicher Ansatz mit älteren Menschen bedeutet, dass die Ergebnisse und Vorteile geteilt werden. Ältere Menschen auf Augenhöhe mit jüngeren als Akteuren zu behandeln, ist wichtig, um das Vertrauen, die Zusammenarbeit und echte Partnerschaften zu stärken (OFTA, 2019).

Aroogh, M. D., Shahboulaghi, F. M. (2020). “Social participation of Older Adults: A Concept Analysis”. In International Journal Community Based Nurs Midwifery, 8 (1), p. 55-72, World Wide Web: https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC6969951/#:~:text=Social%20participation%20is%20defined%20as,interpersonal%20interactions%20outside%20the%20home, retrieved March-April 2021.

 

Brand, B., Schmidt-Behlau, B. (2019). The Contribution of Adult Education to Active Participatory Citizenship. DVV International. World Wide Web: https://www.dvv-international.de/fileadmin/files/Inhalte_Bilder_und_Dokumente/Materialien/IPE/IPE-79_web_150dpi.pdf, retrieved February-April 2021.

 

Directorate-General for Research – European Commission (DGR-EC) (2003). Lifelong Learning, Governance and Active Citizenship in Europen. ETGACE project – final report. Brussels. World Wide Web: https://cordis.europa.eu/docs/projects/files/HPSE/HPSE-CT-1999-00012/82607991-6_en.pdf, retrieved February-April 2021.

 

Office for the Aging (OFTA) (Government of South Australia) (2019). Better Together. A Practical Guide to Effective Engagement with Older People. World Wide Web: https://www.sahealth.sa.gov.au/wps/wcm/connect/efc56a004efc69f1b7ccf79ea2e2f365/Better+Together+-+A+Practical+Guide+to+Effective+Engagement+with+Older+People.pdf?MOD=AJPERES&CACHEID=ROOTWORKSPACE-efc56a004efc69f1b7ccf79ea2e2f365-nwLmRMW, retrieved February-April 2021.

 

Sagner, A., Kowal, P., Dowd, J. E. (2002). Defining “Old Age”. Markers of old age in sub-Saharan Africa and the implications for cross-cultural research. World Wide Web: https://www.researchgate.net/publication/264534561_Defining_Old_Age_Markers_of_old_age_in_sub-Saharan_Africa_and_the_implications_for_cross-cultural_research#:~:text=Other%20researchers%20(e.g.%20Peil%2C%20Bamisaiye,e.g.%20Folta%20and%20Deck%201987), retrieved April 2021. 


The World Health Organization (2011). Global Health and Aging. World Wide Web: https://www.who.int/ageing/publications/global_health.pdf, retrieved April 2021.

Aktivität

Gerda Taro
1910 - 1937

Pioneer of war photography
Gerda Taro, nee Gerta Pohorylle, was born in Stuttgart and educated in Leipzig, Germany. As she is from a Jewish family, she flees from the Nazis to Paris in 1933. There she lives a bohemian lifestyle with her friend Ruth Cerf and eventually meets Endre Ernő Friedmann, better known today as Robert Capa. Together, they start documenting the Spanish Civil War in 1935, after Gerda had invented their alter egos in order to better sell Endre's and her own pictures. Inspired by their own political convictions, they only take pictures of the the fight of the republican troops against the rebellious franquist troops. Both of them try to be as close to the action as possible - a goal which eventually led to Gerda's death. Despite the fact that her pictures only cover 1 year of the war, her pictures are those that went around the world. Together with Robert Capa and with David Seymour, she developed modern war photography as we know it today during this short period of time. Since she officially was Capa's agent and he sold many of her pictures as his own, it took until the 2000s until people began to recognize her as an artist in her own right rather than only his partner: In 2007, the so-called Mexican Suitcase was found in Mexico City, a suitcase containing thousands of negatives believed lost by Capa, Taro and Seymour. Since then, many photographs originally attributed to Capa are known to have been taken by Gerda. However, during her short life, Taro was well known and when she was killed in 1937 by a tank, - she was only 26 - thousands of people attended her funeral in Paris. The funeral procession, led by Pablo Neruda and Louis Aragon, became a demonstration against fascism.

Marie-Claire Chevalier
1955 - 2022

The one whose trial for illegal abortion changed the law against abortion in France
In 1971, Marie-Claire Chevalier was 16 years old when she became pregnant after being raped by a boy two years older than her in high school. The young woman asked her mother to help her have an abortion. The mother turned to an underground doctor, but her daughter suffered a hemorrhage that forced her to the hospital. Her rapist, arrested for stealing a car, decides to turn her in against his own freedom. She is directly accused, as are four other women, including her mother, because in 1971 the voluntary termination of a pregnancy was illegal in France and punishable by six months to two years in prison. She was then convicted at the Bobigny trial and all were defended by lawyer Gisèle Halimi. Gisèle Halimi made of this trial and of Marie-Claire Chevalier a political symbol for the right to abortion. The case will forever mark French history and symbolize real progress for women's rights. Extremely mediatized, the trial closely followed by many personalities ends on a brilliant victory. Three years later this judgement, things started to move. This event contributed to the adoption of the Veil law and the legalization of abortion in France in 1975.

Having suffered greatly from this trial, she attempted suicide. Then, she chose to return to anonymity by changing her name. At her death, she received tributes from the President of the Republic, Emmanuel Macron and feminist associations.

Maria Lejárraga
1874 – 1974

She was writing and her husband harvesting the glory, fame and money!
Writer, feminist, deputy, polyglot and socialist who opposed to the death penalty and legal prostitution. She advocated for education, work and equal rights for women in Spain. A very open-minded and visionary woman who had to pay a high price imposed by her gender.

María Lejárraga comes from the region of La Rioja from an economically stable middle class family. She was able to receive good education and became a teacher. During her teaching career she discovered her passion for writing. She was very talented and ready to share her ideas and stories with the world. But, that´s where she bumped into a big obstacle. At the beginning of the XX century being a female writer was seen as immoral work, especially for an educator. If she had risked meeting her goals, she could have lost her teaching job. She found a solution to this problem in her marriage by publishing her works under her husband's name. So, she was writing and waiting at home and he was the one receiving praise and applause at the premiers of the plays. Before dying, her husband confirmed the rumours circulating in theatre circles that she was the true author of his works.
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Maria Lejárraga
1874 – 1974

She was writing and her husband harvesting the glory, fame and money!
Writer, feminist, deputy, polyglot and socialist who opposed to the death penalty and legal prostitution. She advocated for education, work and equal rights for women in Spain. A very open-minded and visionary woman who had to pay a high price imposed by her gender.

María Lejárraga comes from the region of La Rioja from an economically stable middle class family. She was able to receive good education and became a teacher. During her teaching career she discovered her passion for writing. She was very talented and ready to share her ideas and stories with the world. But, that´s where she bumped into a big obstacle. At the beginning of the XX century being a female writer was seen as immoral work, especially for an educator. If she had risked meeting her goals, she could have lost her teaching job. She found a solution to this problem in her marriage by publishing her works under her husband's name. So, she was writing and waiting at home and he was the one receiving praise and applause at the premiers of the plays. Before dying, her husband confirmed the rumours circulating in theatre circles that she was the true author of his works.
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